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Donnerstag, 23. Juni 2022

Avignon & Villeneuve-lès-Avignon


Schon aus der Ferne bietet Avignon (etwa 95.000 Einwohner) einen gewaltigen Anblick. Um in die Altstadt zu gelangen passiert man zunächst die massive Stadtmauer, von der heute noch 4,3 Kilometer erhalten sind.

Freitag, 30. Mai 2008

Villeneuve-lès-Avignon

Streng genommen gehört der kleine Ort nicht mehr zum Department Vaucluse, denn die Rhone bildet die Grenze zum Department Gard (Region Languedoc-Roussillon).

Der Bau der Pont St-Bénézet, seinerzeit die einzige Rhone-Überquerung, machte es möglich, dass sich die Kardinäle – aus Mangel an Platz und Ruhe in Avignon - im 14. Jahrhundert ihre Paläste in Villeneuve errichten konnten. Eine pittoreske Gasse führt hinauf zum Fort St-André.


Das Haupttor wird von zwei massigen Zwillingstürmen flankiert. Im Fort gibt es Reste einer Benediktinerabtei. Das Haupttor wird von zwei massigen Zwillingstürmen flankiert. Im Fort gibt es Reste einer Benediktinerabtei.

Dienstag, 22. Mai 2007

Avignon

Pont St-Bénézet heißt die berühmte Brücke, die in dem weltbekannten Kinderlied „Sur le Pont d’Avignon“ besungen wird und einen der schönsten Blicke auf die Stadt offenbart. Von der ursprünglich 915 m langen Brücke mit 22 Pfeilern ist ein großer Teil dem ständigen Hochwasser und der starken Strömung der Rhone zum Opfer gefallen, so dass heute nur noch 140 m und vier Brückenpfeiler erhalten sind.



Auf der 1177 bis 1185 erbauten Brücke befindet sich ebenfalls die kleine Chapelle St.-Nicolas. Wer den Eintrittspreis (für 4,00 EUR Eintritt) für das von der UNESCO unter Schutz gestellte Bauwerk scheut, sollte es nicht versäumen zumindest auf die Rhone-Insel zu gehen (hier kann man übrigens kostenlos parken) und den Blick auf die Stadtsilhouette zu werfen. Der bekannte Papstpalast ragt protzig aus der Stadtsilhouette heraus und man hat einen schönen Blick auf die gut erhaltene Stadtmauer, die noch heute mit einer Länge von 4,3 km die Altstadt einfaßt. Die zur Zeit der Papstresidenz erbaute Wehrmauer schütze mit 8 Toren und 39 Türmen vor unliebsamen angriffen.

Es lohnt sich, am Porte du Roches (links der Pont St-Bénézet) auf die Stadtmauer zu steigen. Man erreicht die Aussichtsterrasse des Rocher de Domes und hat einen sehr schönen Blick auf Villeneuve-lès-Avignon und das Fort St-André. Die auf der Felsspitze gelegene Parkanlage ist eine kleine mit Grotten und Teichen angelegte Ruheoase.

Eine imposante Treppe führt hinab zur romanischen Kathedrale Notre-Dame-des-Doms, die aus dem 12. Jahrhundert stammt. Sehenswert ist der marmorne Bischofsthron im Chor der seitlich das Relief eines Hundes zeigt. In der vorderen linken Seitenkapelle befindet sich das Grabmal von Papst Johannes XXII. Die protzige goldene Madonnenstatue auf der Spitze des Kirchturms wurde erst – wenig stilecht – im 19. Jahrhundert ergänzt.

Papstpalast

Das Highlight der Stadt ist der unter dem Schutz der UNESCO stehende Palast der Päpste***, den man durch ein mächtiges Portal betritt. Im 14. Jahrhundert war in Avignon der Sitz der Christlichen Welt. Fast 70 Jahre von 1309 – 1377 war Avignon Residenz von neun Päpsten, darunter zwei Gegenpäpste. Zurecht erinnert das bombastische Gebäude eher an eine Festung, musste der größte gotische Palast doch den Belagerungen gegnerischen Truppen im gespaltenen Europa standhalten und zwei Gegenpäpsten samt Gefolge Schutz bieten. Nachdem im 15. Jahrhundert ein Brand schwere Verwüstungen angerichtet hatte, sollte der Palast abgerissen werden. Man entschied sich stattdessen den gigantischen Palast als Gefängnis zu nutzen, ab 1818 wurde er dann als Kaserne umfunktioniert. Eine Besichtigung des Palastes ist äußerst lohnenswert. 25 prunkvolle Räume – darunter auch die schön freskierten Privatgemächer der Päpste -, Säle, Kapellen sowie das Kloster mit Kreuzgang sind zu sehen.

Ebenfalls am Place du Palais, gegenüber des Palastportals, fällt die reliefverzierte barocke Fassade des Hôtel des Monnaies auf.

Man sollte nicht versäumen, durch die verwinkelten Altstadtgassen zu schlendern, wo sich sehr schöne kleine Boutiquen befinden. Viele Geschäfte haben montags jedoch geschlossen, wie wiebei unserem Besuch um November 2009 feststellen müssen.

Auf dem sehr schönen Place de l’Horloge haben einige Maler und Kunsthandwerker ihre Stände aufgebaut. An diesem Platz befinden sich ebenfalls das Rathaus sowie das Theater mit einer sehr schönen Fassade.

Châteauneuf-du-Pape

Von Avignon aus erreichen wir in einer Viertelstunde den kleinen Ort Châteauneuf-du-Pape. Bei der Anfahrt entdecken wir ein von Rebstöcken malerisch eingerahmtes Schloss, das sich bei näherem Hinsehen als ****Hotel “Hostellerie du Chateau des Fines Roches” entpuppt. Eine wie wir finden sehr schöne Location für ein Degustationswochenende.


Es war nicht die hoch über dem Ort thronende Festung, die das 2000 Einwohner zählende Dorf Chateauneuf-du-Pape weltberühmt gemacht haben, sondern die Weinberge. Wie der Name verrät schätzten schon die Päpste dieses Anbaugebiet sehr. Vom ehemaligen Schloss sind nicht viel mehr als zwei Außenwände erhalten. Eine sanft gewellte Landschaft umgibt den kleinen Ort.

Noch ohne Weinführer ausgestattet orientieren wir uns an uns bekannten Domainenamen. Die meisten Weingüter bieten Verkostungen an, teilweise jedoch mit vorheriger telefonischer Anmeldung. Zunächst steuern wir die Domaine de la Côte de L’Ange an. Der Wein schmeckt uns auch vor Ort sehr gut und ist zudem 30% günstiger als über unsere Bezugsquelle in Deutschland.

Als Weinliebhaber kennt Detlef die mit Parkerpunkten hochdekorierte Domaine du Pegau, vor Jahren haben wir den 99er Jahrgang mit Genuss getrunken. Der jetzt im Verkauf befindliche 2004er (der 2005er ist noch nicht auf der Flasche) schmeckt uns ausgezeichnet und wir ergattern sogar noch zwei Flaschen vom weltweit fast ausverkauften 2003er.